Eingangsstufe

„Die jahrgangsgemischte Eingangsstufe ist eine Möglichkeit, Kindern in den ersten beiden Jahren ihrer Schulzeit ein höheres Maß an individueller Förderung und zugleich Kooperation im Sinne eines sozialen Lernens zu ermöglichen.“

(Nds. Kultusministerium, Hannover, 9/2010: Jahrgangsgemischte Eingangsstufe – ein Weg zum erfolgreichen Lernen)

 

Im Sommer 2016 hat die Grundschule Hörden die jahrgangsgemischte Eingangsstufe eingeführt.
In die jahrgangsgemischte Eingangsstufe werden alle Schulanfänger ohne Zurückstellung eingeschult und können dort von 1 bis zu 3 Jahren verbleiben, so dass im Sinne der Inklusion jedem Kind so viel Zeit gegeben werden kann, wie es für das Erlernen der Unterrichtsinhalte in Klasse 1 und 2 benötigt. Das dritte Jahr wird nicht als Zurückstellung gezählt.

 

                                                 

 
Für die beiden Eingangsstufen („Löwenzahn- und Sonnenblumenklasse“) stehen zwei nebeneinanderliegende Klassenräume mit angeschlossenen Gruppenräumen zur Verfügung. Für gemeinsame Projekte kann auch der Flur sowie die Pausenhalle genutzt werden. In der Regel arbeitet jede Eingangsstufe im Klassenverband, angestrebt werden jedoch regelmäßige gemeinsame Projekte im Sachunterricht, im Kunst- und Musikunterricht, bei fächerübergreifenden Projekten sowie Klassenfeiern, -fahrten und -wanderungen. Der Unterricht in den Lehrgängen Deutsch und Mathematik findet weitgehend in den Lernstufen statt. Hierdurch werden gemeinsame Einführungs- und Reflexionsphasen begünstigt.
Das Prinzip, dass die Kinder im eigenem Tempo an ihren Arbeitsplänen arbeiten, sich gegenseitig unterstützen und kommunizieren wird auch in diesen Lerngruppen beibehalten. Geeignete Projekte in Deutsch und Mathematik finden jahrgangsgemischt statt.

 

                                  

 
Die beiden Eingangsstufen werden von einem Klassenlehrerteam geführt, einige Stunden werden in Doppelbesetzung unterrichtet (sowohl durch eine Grundschul- als auch eine Förderschullehrkraft).
In der Eingangsstufe lernen Erstklässler („grüne Kinder“) und Zweitklässler („gelbe Kinder“) zusammen nach einem Patensystem. Jedes gelbe Kind kann Pate eines grünen Kindes sein, es unterstützt, begleitet und erklärt Sachverhalte. Dieses kann auch umgekehrt geschehen. Unter dem Motto „Das, was ich einem anderen Menschen mit meinen eigenen Worten erklären kann, habe ich wirklich durchdrungen“ lernen die Kinder nachhaltig und stärken ihre Kommunikationsfähigkeit.